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Erste Strategie zur Förderung von Rad- und Fußgängermobilität

Niederösterreich will ein Land der Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger werden.

Aktive Mobilität (v.l.r): NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Julia Krenn, Expertin aus dem NÖ Landesstraßendienst, Niederösterreichs Landesverkehrsplaner Werner Pracherstorfer
Aktive Mobilität (v.l.r): NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Julia Krenn, Expertin aus dem NÖ Landesstraßendienst, Niederösterreichs Landesverkehrsplaner Werner Pracherstorfer

Niederösterreich soll zu den Top-Regionen Europas gehören und als Radland Niederösterreich zum Beispielgeber werden.

Niederösterreich ist bekannt für seine Kreisverkehre oder auch als Land der Pendlerinnen und Pendler. Niederösterreich ist aber noch nicht bekannt dafür, ein Land der Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger zu sein. Das soll sich jetzt ändern. Niederösterreich sollen zu den Top-Regionen in Europa gehören und das Radland Niederösterreich zum Beispielgeber für andere Regionen Europas machen. Was Städte wie Amsterdam und Kopenhagen im urbanen Raum vormachen, soll auch in einem Flächenbundesland möglich sein. Das Ziel ist, den Anteil der zu Fuß und auf dem Fahrrad zurückgelegten Wege in Niederösterreich in den 20er-Jahren auf 44% zu verdoppeln. Das ist uns wichtig und gut für die Gesundheit und die Umwelt!

Neue Aktive-Mobilitäts-Strategie

Die Handlungsfelder der neuen "Aktiven-Mobilitäts-Strategie" gliedern sich in die Bereiche Infrastruktur, Multimodalität, Digitalisierung & Elektromobilität, Information & Kooperation sowie neue Strukturen. Insgesamt sollen in den kommenden 10 Jahren 100 Millionen Euro an Investitionen in die aktive Mobilität im Bundesland ausgelöst werden. Um diesen Weg zu begleiten, soll Niederösterreich noch dieses Frühjahr auch eine eigene Service-Stelle für Aktive Mobilität insbesondere das Thema Radfahren bekommen. Weitere Maßnahmen betreffen den Bau neuer Radwege einschließlich neuer Radschnellwege als höchstrangige Infrastruktur, den Ausbau von Bike&Ride-Angeboten, die Verbesserung der Anbindung von Öffi-Knotenpunkten an das Radwegenetz, verbessertes Routing für Karten-Apps und die Partnerschaft mit Betrieben, Schulen und Gemeinden im ganzen Land.

Hohes Potential für Rad- und Fußgängermobilität im Land

Trotz der Charakteristik Niederösterreichs als Flächenbundesland besteht ein hohes Potential für die Attraktivierung der Rad- und Fußgängermobilität. 47 Prozent der täglichen Wege betragen unter 5 km – sind also potentielle Wege für die aktive Mobilität. Bringt man nun auch noch das e-Bike ins Spiel, dann könnten damit in Summe sogar 63 Prozent der Wege aktiv zurückgelegt werden. Auch die Motivation für den Umstieg ist groß. Die Bereitschaft der NÖ zukünftig das Rad nützen zu wollen liegt laut unseren Erhebungen bei 59 Prozent. Die Bereitschaft der NÖ häufiger zu Fuß zu gehen liegt bei 72%.
Die wichtigsten Motive für den Umstieg seien die persönliche Gesundheit, Zeiteffizienz bzw. Flexibilität und der Umweltgedanke.

Neue Radwegeförderung ist Renner bei Gemeinden

Ein Projekt, das aufgrund seiner Bedeutung bereits in der Strategie-Erarbeitung herausgelöst wurde, ist die Neuaufstellung der Radwegeförderung. Etwa 35 Gemeinden reichten insgesamt bereits über 50 Projekte zur Förderung ein, die derzeit in unterschiedlichen Phasen der Förderabwicklung sind. Die ersten Projekte gehen mit Beginn der Bausaison auch bereits in die Umsetzung.