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Sicherer Umgang mit e-Scootern

Vom Kinderspielzeug zum stylischen Fortbewegungsmittel. Der Tretroller fährt jetzt auch elektrisch. Was Sie dabei zu beachten haben, erfahren Sie hier. 

e-Scooter und Scooter
e-Scooter können klein zusammengeklappt werden.

Wenn es um nachhaltige Mobilität geht, denken die meisten zuerst nur an Gehen und Radfahren oder an öffentliche Verkehrsmittel.

Mit dem Scooter kommen Sie rasch und klimaschonend ans Ziel. Sie haben den Vorteil, dass sie klein zusammengelegt, bequem und kostenlos mit Bus und Bahn mittransportiert werden können. Für kurze Wege von Zuhause zu Bus, Bim oder Bahn und dann ins Büro sind sie ideal.

Tipps für Microscooter (auch ohne Motor)

  1. Beachten Sie das maximal zugelassene Gewicht.
  2. Der Lenker ist höhenverstellbar und mit einer Schnellverriegelung (Quick Lock) versehen.
  3. Schnell auszulösender Faltmechanismus, ohne dass dabei Schrauben abfallen können.
  4. Die Bar ist aus einem Stück geformt - One-Piece-Teile halten generell länger.
  5. Die Rollen sind aus Gummi mit einem Metallkern. Diese halten um einiges länger als Rollen mit Plastikkern.
  6. Gummireifen bieten kaum Halt bei Nässe, was sich sehr negativ auf Kurvenverhalten und Bremsweg auswirkt. Scooter sollten Sie daher nur bei trockener Witterung benutzen.
  7. Je größer die Reifen sind, desto ruhiger und sicherer ist die Fahrt. Zu empfehlen sind Reifengrößen ab ca. 20 mm.
  8. Die Kugellager sollten austauschbar sein.

Einkaufstipps für e-Scooter zum Arbeitspendeln

Ganz ohne Anstrengung und Schweiß gelangen Sie mit dem e-Scooter ans Ziel. E-Scooter sind mit Abstand die günstigsten e-Fahrzeuge. Je nach Anforderung sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Geringes Gewicht (max. 11 kg) und praktischer Klappmechanismus, wenn Sie den Scooter mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren möchten.
  2. Mit einigen e-Scootern kommen Sie weiter als 50 km bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. 25-35 km je Akkuladung ist jedoch die Durchschnittsreichweite bei den meisten Modellen. Ein Modell mit einer Reichweite von 15-30 km pro Akkuladung wird also für 95 % der Fahrten ausreichend sein.
  3. Das Aufladen des Akkus zwischen zwei Fahrten kann ganz schnell Ihre maximale Reichweite verdoppeln. Daher ist ein Schnelllademodell vielleicht genau richtig.
  4. Normalerweise sind e-Scooter-Reifen entweder aus robustem, einstichfestem oder hohlem, luftgefülltem Gummi (wie bei einem Fahrrad). Die luftgefüllte Variante dämpft Bodenschläge besser ab und bietet mehr Grip bei Nässe. Sie sind aber auch anfälliger für Platten.
  5. Größere Rollen erlauben ein ruhigeres und sicheres rollen.
  6. In punkto e-Scooter-Sicherheit sind verlässliche Bremsen besonders wichtig. Es gibt hier verschiedenste Varianten: Die Reibungsbremse am Hinterrad, welche schnell und zuverlässig bremst, Trommelbremsen oder Scheibenbremsen. Letztere gelten als sicherste Option. 
  7. Die besten Modelle haben einen leisen und bürstenlosen Nabenmotor, welcher sehr schnell beschleunigt. Die günstigeren Fabrikate sind häufig mit einem lauteren Kettenmotor ausgestattet, der etwas langsamer beschleunigt.
  8. Die besten e-Scooter haben alle Lithium-Ionen- oder Lithium-Phosphat-Akkus, die langlebig, schnell aufzuladen und leicht sind.

Rechtliche Hinweise zu e-Scootern

e-Scooter bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrrad.

e-Scooter oder e-Roller mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und maximal 600 Watt und auch Trittroller mit größeren Reifen (über 30 cm Felgendurchmesser) gelten rechtlich als Fahrrad.

Sie dürfen auf denselben Verkehrsflächen wie Fahrräder benutzt werden. Dementsprechend gelten dafür auch die gleichen Verkehrsregeln wie für Fahrräder und die Helmpflicht für Kinder bis zum 12. Lebensjahr.

e-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h und mehr als 600 Watt sind als Motorfahrräder definiert. Für diese wird unter anderem eine Lenkberechtigung benötigt.

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