Logo Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ

Einkaufstipps für e-Bikes

Jedes dritte gekaufte Fahrrad ist mittlerweile ein e-Bike. Hier finden Sie Tipps, wie Sie das richtige Modell für Ihre Zwecke zu finden.

e-Bike
e-Bikes sind beliebt. Kaufen Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt.

Das Fahren mit Rückenwind ist beliebt bei Jung und Alt. Wer sich ein Elektrofahrrad (auch e-Bike oder Pedelec) kaufen möchte, steht vor viele Fragen: Welcher Motor ist am besten für mich geeignet? Welche Leistung soll der Akku haben? Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?

Ein e-Fahrrad ist ein Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung. Aus rechtlicher Sicht sind e-Bikes in Österreich mit herkömmlichen Fahrrädern gleichzusetzen, sofern der Motor eine Leistung von höchstens 600 Watt aufweist und bis max. 25 km/h antreibt. Bei einer höheren Motorleistung (s-Pedelec) gilt das e-Bike nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kraftfahrzeug.

Warum ein e-Bike?

Die Vorteile eines e-Bikes sind vor allem die längeren Distanzen und Steigungen, die man ohne Training zurücklegen kann. Der Energieverbrauch für den Betrieb ist gering und daher umweltfreundlicher als das Auto.

Die Nachteile sind höhere Kosten, steigendes Diebstahlrisiko und wegen der schnelleren Geschwindigkeit auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Die Lebensdauer und Entsorgung der Akkus sollten ebenfalls bei der Anschaffung eines Elektrofahrrades mitberücksichtigt werden.

Typen von Antriebsmotoren

Der Elektromotor kann bei einem e-Bike an drei Stellen montiert sein. Jede Antriebsart hat ihre Vor- und Nachteile:

Hinterrad-Nabenmotor

Vorteile:

  • Gute Griffigkeit beim Fahren und gutes Fahrverhalten auf losem Untergrund.

Nachteile:

  • Wird der Heckantrieb mit einer Batterie im Bereich des Gepäckträgers kombiniert, wird das e-Bike hecklastig und lässt sich nur umständlich tragen.

Tretlagermotor oder Mittelmotor

Vorteile:

  • Optimale Gewichtsverteilung und höherer Wirkungsgrad
  • Das Fahrgefühl ist mit dem eines normalen Fahrrades vergleichbar.
  • Der niedrige Schwerpunkt des Mittelmotors trägt zu einem sicheren Fahrgefühl bei.

Nachteile:

  • e-Bikes mit einem Mittelmotor brauchen meist einen Spezialrahmen und sind deshalb teurer in der Anschaffung.
  • Der Verschleiß an Ketten und Ritzen ist etwas höher.

Vorderrad-Nabenmotor

Vorteile:

  • einfacher Aufbau
  • niedriger Preis

Nachteile:

  • Bei rutschigem oder losem Untergrund sowie bei steilen Anstiegen kann das Rad schneller durchdrehen.
  • Der Wirkungsgrad ist deutlich geringer.

e-Bike Einkaufstipps

1. Einsatzbereich

Welche Fahrten möchten Sie mit dem Pedelec zurücklegen? Motor und Rahmen müssen für den Einsatzzweck ausgelegt sein. Nicht jeder Motor ist für lange Steigungen geeignet.

2. Akku

Stand der Technik ist heutzutage der Lithium-Ionen-Akku. Die Kapazität des Akkus wird in Wattstunden gemessen. Je größer der Wert, desto höher ist die Reichweite. Grundsätzlich sollten Sie auf die Qualität des Akkus achten und keinesfalls bei diesem wichtigen e-Bike-Bestandteil sparen.

Überlegen Sie sich auch wo Sie den Akku für gewöhnlich laden werden. Ein fix verbauter Akku im Rahmen ist zwar vor Diebstählen geschützt, wenn Sie aber im Radkeller keine Lademöglichkeit haben, sehr unpraktisch.

Testen Sie auch vor dem Kauf wie leicht Sie sich damit tun den Akku auszubauen

3. Motor

Ein e-Bike mit Mittelmotor sollte auch im Leerlauf betrieben werden können. Falls die Akku-Kapazität während einer Ausfahrt knapp werden sollte, oder sogar leer werden, ist es von Vorteil wenn der Motor eine Leerlaufstellung hat. Ansonsten müssen Sie beim Treten den Motorantrieb immer mit bewegen.

4. Kosten

Gute Qualität hat seinen Preis. Prüfen Sie bei Discount-Angeboten, welche Komponenten verbaut wurden. Bei schlechten Bremsen und minderer Rahmenkonstruktion kann es gefährlich werden.

5. Garantie

Für die Batterie darf die Garantieleistung nicht unter 2 Jahren betragen.

6. Bedienung

Die Bedienung am e-Bike sollte übersichtlich sein und das Wichtigste anzeigen, wie zum Beispiel Ladezustand der Batterie und Geschwindigkeit.

7. Probefahrt

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Darum testen Sie das e-Bike am besten schon unter den gewünschten Einsatzbedingungen.

Unterschied e-Bike und s-Pedelec

Auch bei e-Bikes gibt es eine e- und eine s-Klasse. Die beiden Buchstaben haben große Auswirkung - auch in Bezug auf die geltenden gesetzlichen Regelungen. Rein optisch gibt es auf den ersten Blick kaum einen Unterschied zwischen einem e-Bike und einem s-Bike (s-Pedelec). Bei genauerer Betrachtung jedoch schon.

Beide besitzen einen Motor und einen Akku. Das schnellere Elektrofahrrad, das s-Pedelec, wird aber nicht schon bei 25 km/h abgeriegelt, wie das beim e-Bike der Fall ist, sondern erst ab 45 km/h. Daher gilt das s-Pedelec nach dem Kraftfahrzeuggesetz als Kraftrad und wird in der Unterkategorie "Motorfahrzeug" der Klasse L1 e (§ 2 Abs. 1 Z 14 KFG) geführt.

Für s-Bikes gelten die gleichen Vorschriften wie für Mofas

  • Lenkerberechtigung (Mopedführerschein)
  • Helmpflicht
  • Kennzeichen
  • Rückspiegel
  • Bremslicht

Achtung: Das Fahren eines s-Bikes auf Radwegen ist verboten!

Weitere Informationen

Broschüre RADLgeber

Das könnte Sie auch interessieren

Fahrräder im Fachhandel kaufen

Das Radfahren macht erst richtig mit einem guten und gewarteten Fahrrad Spaß! Damit Sie das passende Fahrrad für sich oder Ihre Kinder finden, haben wir hier FahrradhändlerInnen und Radverleihe in Niederösterreich gelistet.

Bunte Fahrräder

Wenn Sie ein neues Fahrrad kaufen, sollten Sie im Vorfeld einige Dinge überlegen. Folgende 10 Tipps helfen Ihnen, das perfekte Alltagsrad zu finden.

Akku am e-Bike laden

Die Lebensdauer eines e-Bike-Akkus ist begrenzt. Durch den richtigen Umgang mit der Batterie lässt sich diese aber verlängern.