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200 km Radschnellwege bis 2030 in Niederösterreich

Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko hat neue Maßnahmen und ein neues Fördermodell zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Niederösterreich angekündigt. Es wurden 11 Korridore für Radschnellwege festgelegt, die bis 2030 errichtet werden sollen. Außerdem sollen so genannte Rad-Basisnetze ausgebaut werden. 

Übersicht Potentialregionen Radbasisnetze und Korridore Radschnellwege
Übersicht Potentialregionen Radbasisnetze und Korridore Radschnellwege

Das Land Niederösterreich hat sich ein ambitioniertes Ziel für die nachhaltige Mobilität gesetzt. Statt derzeit 22 % sollen bis 2030 mehr als 40 % aller Wege mit dem Fahrrad, dem E-Bike, dem Roller beziehungsweise zu Fuß absolviert werden sollen. Der Ausbau der Radinfrastruktur soll erheblich dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen.

Potentialregionen für Radschnellwege und Rad-Basisnetze

Niederösterreich als Flächenbundesland weist neben urbanen Siedlungsräumen mit dem Erfordernis an flächigen Radwegenetzen auch weitreichende ländlich geprägte Gebiete auf, in denen der Schwerpunkt des Ausbaus der hochrangigen Radverkehrsinfrastruktur auf linearen Radwegverbindungen entlang von Talachsen oder entlang von Hauptverkehrsverbindungen liegt.

Als Vorarbeit wurde in einer durch das Land NÖ in Auftrag gegebenen Analyse landesweit das Potential für den Alltagsradverkehr (d.h. Arbeitswege, Schulwege, Bike&Ride, sonstige Freizeitwege) ermittelt. Im Zuge der Modellierung wurden Potentiale zwischen zentralen Orten errechnet, wobei auch Arbeitszentren berücksichtigt wurden. Wesentliche Akzeptanzfaktoren wie Direktheit/ Umwegfreiheit und Entfernung, aber auch die Topographie bzw. Geländedynamik flossen in die Ermittlung der Potentialwerte ein.

Auf Grundlage der Potentialanalyse wurden einerseits Regionen mit flächigem Potential für Alltagsradverkehr ausgewiesen, in welchen künftig Radschnellwege und Rad-Basisnetze geplant und errichtet werden sollen und andererseits die ländlichen Erschließungsregionen Niederösterreichs definiert. Für beide Regionen werden eigene neue Förderschienen angeboten.

Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich durch kompetente Beratung in der Planung von Radwegen, Radabstellanlagen in Kombination mit Radwegen und hilft bei der Fördereinreichung. Die fachlichen AnsprechpartnerInnen finden sich in insgesamt 5 Büros in jeder Hauptregion Niederösterreichs.

Die 11 Radschnellweg-Achsen

Radschnellwege sind qualitativ hochwertige Radinfrastrukturanlagen mit besonders hohen Ausbaustandards. Als Ergebnis der Potentialanalyse wurden folgende elf Korridore für Radschnellwege festgelegt, die in den Rad-Basisnetz-Regionen liegen.

  • St. Pölten - Lilienfeld
  • Pressbaum - Wien
  • Wiener Neustadt - Baden - Mödling - Wien
  • Neunkirchen - Gloggnitz
  • Stockerau - Korneuburg - Wien
  • Gänserndorf - Deutsch-Wagram - Wien
  • Gmünd - Schrems
  • Mautern - Krems - Hadersdorf
  • Emmersdorf - Melk - Loosdorf
  • Persenbeug - Ybbs - Wieselburg
  • Waidhofen an der Ybbs - Kematen - Amstetten

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