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Rad & Sicherheit

Unfallrisiken für RadfahrerInnen im Straßenverkehr

Immer wieder passieren Unfälle mit RadlerInnen. Doch Radfahren wird sicherer, je mehr Menschen radln und umso alltäglicher das Fahrrad im Straßenbild wird.

Eine Gegenüberstellung der Verunglückensrate und des Radverkehrsanteils in der Stadt Wien zeigt:

Im Jahr 2002 betrug der Radverkehrsanteil 2%. Je 1 Mio. Radlkilometer verunglückten 5 RadfahrerInnen.
Im Jahr 2009 war der Radverkehrsanteil mittlerweile auf 5,5% gestiegen und je 1 Mio Radlkilometer verunglückten ca. 1,5 RadfahrerInnen.
Auch internationale Studien zeigen, dass Radfahren umso sicherer wird, je mehr Menschen radln („Safety by Numbers").

Die Sicherheit für RadlerInnen kann durch Geschwindigkeitsreduktion und verkehrsorganisatorische Maßnahmen erhöht werden. In Tempo 30 Zonen passieren weniger Unfälle mit RadlerInnen. Bei 50 km/h konzentrieren sich Autofahrende auf das Geschehen weiter vorne, und das Gesichtsfeld ist eng. Schon bei einer Verringerung der Geschwindigkeit um 20 km/h verbessert sich die Situation für RadlerInnen wesentlich, weil sich das Gesichtsfeld der Autofahrenden erweitert und die Anhaltewege kürzer sind. Tempo 30 Zonen sind daher besonders fürs Radln geeignet.

Daten zu Unfallsrisiken:

Im Jahr 2007 wurden in Niederösterreich rund 1,2% aller verunglückten RadfahrerInnen getötet (768 Verunglückte, davon 9 Getötete). Dem gegenüber verloren rund 2,0% aller verunglückten Pkw-Insassen im Jahr 2007 in Niederösterreich ihr Leben (6.304 Verunglückte, davon 124 Getötete).

Eine Auswertung der Zahlen 2005 - 2009 für Österreich hat gezeigt, dass pro 10 Mio. Stunden Verkehrsbeteiligungsdauer die Getötetenzeitrate für RadfahrerInnen 3,38[1] beträgt, jene für AutolenkerInnen 3,65. Bezogen auf 100 Mio. Kilometer Verkehrsleistung leben FußgängerInnen am gefährlichsten mit einer Getötetenrate von 3,31, RadfahrerInnen haben eine Getötetenrate von 2,85[2], motorisierte Individualverkehrs-LenkerInnen von 0,91.

Hochgerechnet auf die Lebenszeit verkürzt sich die Lebensdauer von RadfahrerInnen um 0,7 bis 2,1 Wochen aufgrund von Unfällen. Dem stehen durchschnittlich über 12 Monate gewonnene Lebenszeit aufgrund der verbesserten körperlichen Fitness durch das Radfahren gegenüber (BikeRisk).

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[1] Getötetenzeitrate wird folgendermaßen gelesen: Wenn ÖsterreicherInnen 10 Millionen Stunden mit dem Rad fahren, so werden in dieser Zeit 3,38 Menschen bei Unfällen getötet, beim Auto sind dies in 10 Millionen Stunden 3,65 AutolenkerInnen. Es sterben also weniger RadfahrerInnen als AutolenkerInnen in diesem Zeitraum.

[2] Getötetenrate: Wenn ÖsterreicherInnen 100 Millionen Kilometer mit dem Rad zurücklegen, werden auf dieser Strecke  2,85 Menschen bei Unfällen getötet, beim Auto sterben 0,91 Menschen. Bezogen auf die Kilometerleistung sterben mehr RadfahrerInnen als AutolenkerInnen (aber weniger als FußgängerInnen)