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Rad & Kids

Sicherer Schulweg mit dem Rad

Den Schulweg mit dem Rad zurückzulegen birgt für Kinder oft ein gewisses Gefahrenpotential. Dies führt dazu, dass nur ein relativ geringer Anteil der Kinder mit dem Rad zur Schule fährt. Eine Lösungsmöglichkeit dem entgegen zu wirken ist die Erstellung von Schulwegplänen.

Gefahrenquelle Schulweg

In Österreich radeln nur 11% der Kinder mit dem Fahrrad zur  Schule. Zum Vergleich, in der Schweiz sind dies 17% und in Schweden 20%. Der Grund für den geringen Anteil in Österreich liegt nicht am Nicht-wollen der Kinder, sondern weil es Eltern aus Angst vor Unfällen oft verbieten. Und diese Angst ist teilweise nicht unbegründet. Denn seitens der Radinfrastruktur bestehen einige Defizite, die gerade für Kinder zur ernsthaften Gefahr werden können.
Die Probleme liegen bei Sichtbehinderungen, vor allem an unübersichtlichen Kreuzungen, an denen Kinder von Busen und LKWs übersehen werden, an zu schmalen Radwegen, an fehlenden Ampeln oder an zu kurzen grünen Phasen. Oft werden auch die kognitiven Fähigkeiten der Kinder von AutofahrerInnen falsch eingeschätzt.

Schulwegpläne sorgen für eine sichere Fahrt

Es gibt bereits einige Ansatzpunkte, um die Gefahren, die aus der Bewältigung des Schulwegs mit dem Rad entstehen, im Vorhinein zu verringern. Diese reichen von Verkehrserziehung in der Schule, über SchülerlotsInnen bis hin zur Behebung tatsächlicher Gefahrenstellen. Aber vor allem Schulwegpläne gewinnen in letzter Zeit an Aufmerksamkeit.
Ein Schulwegplan ist ein umfangreicher Begehungsleitfaden, um zu einer bestimmten Schule zu gelangen. Bei der Erstellung wirken Verkehrsplaner, Behördenvertreter, Lehrer und Eltern zusammen, um sichere Wege zur Schule zu finden. Sie informieren Eltern und Kinder auf welcher Straßenseite sie gehen sollen, wo eine Straße sicher überquert werden kann, wo sich wichtige Haltestellen des öffentlichen Verkehrs befinden und zeigt potentielle Gefahrenstellen auf. Dies wird mit einem Straßenplan, auf dem die alternativen Wege eingezeichnet sind, und Fotos zu den einzelnen Gefahrenstellen aufbereitet.

In Österreich arbeitet zum Beispiel die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Kooperation mit Städten und Gemeinden Schulwegpläne aus. Auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) bietet individuell entwickelte Schulwegpläne an. Konkrete Beispiele gibt es für Schulen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, um so den Schulweg sicherer zu machen.

Weitere Informationen:

Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)

AUVA Schulwegpläne