hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Dokumentation

Sehen und gesehen werden

Radfahren ist für viele NiederösterreicherInnen mittlerweile ein Ganzjahresvergnügen. Gut sichtbar zu sein ist dabei ein wichtiges Thema. Die Energie- und Umweltagentur NÖ gibt Tipps, wie RadlerInnen auch bei eingeschränkten Sichtverhältnissen sicher ans Ziel kommen.

Fahrrad-Rücklicht
© M. Maxian

Im Herbst und Winter sind die Tage bekanntlich kürzer. In den Morgenstunden wird es später hell, dafür setzt die Dämmerung früher ein. Die Sichtverhältnisse nehmen ab, vor allem wenn schlechte Witterungsverhältnisse dazukommen. Auto- und Lkw-Fahrer sind aufgerufen, besonders aufmerksam zu fahren, denn Radfahrende und auch Fußgänger werden im Lichtermeer der Scheinwerfer später gesehen. Sehen und gesehen werden, das ist gerade beim Radfahren ein wichtiges Thema. Wer sein Fahrrad entsprechend ausrüstet, auf die richtige Kleidung achtet und vorausschauend radelt, fährt bei jedem Wetter auf der sicheren Seite.

Auf die richtige Kleidung setzen

Helle Kleidung und Reflektoren an der Oberbekleidung, dem Helm, den Handschuhen oder beispielsweise auf der Hose machen RadfahrerInnen für andere VerkehrsteilnehmerInnen sichtbar. Für den Hosenbund eignen sich reflektierende Klappbänder besonders gut.

Es werde Licht

Neben der passenden Ausrüstung für die RadlerInnen ist auch die richtige Ausstattung des Fahrrads wichtig. Verkehrstauglich ist ein Fahrrad dann, wenn es folgende Punkte erfüllt: Eine weiße Beleuchtung vorne und eine rote Beleuchtung hinten. Der weiße Scheinwerfer vorne darf im Gegensatz zum roten Rücklicht nicht blinken. Vorteilhaft gestaltet sich ein Nabendynamo, also ein in den Speichen integrierter Dynamo.

Halogenlampen sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Dafür bringen LED-Leuchten jedes Fahrrad zum Strahlen. Geachtet werden sollte auch auf eine Standbeleuchtung, damit RadfahrerInnen auch im ruhenden Zustand, zum Beispiel an einer Ampel, gesehen werden.
Zudem gibt es seit der Novellierung der Fahrradverordnung im Oktober 2013 eine neue Vorschrift: Ein Fahrrad muss zusätzlich zum vorgeschriebenen Licht einen weißen Reflektor vorne und einen roten hinten aufweisen. Beide Reflektoren dürfen in den Scheinwerfern integriert sein.

Außerdem sind weiße oder gelbe Reflektoren in den Speichen, sogenannte „Katzenaugen“, vorgeschrieben. Als Ersatz sind Reifen mit einem reflektierenden weißen Rand zulässig. Zudem gibt es auch „Speichenclips“, die eine starke Leuchtkraft auf allen Seiten besitzen und statt den herkömmlichen Reflektoren in den Speichen verwendet werden können. Auch auf den Pedalen sollten Rückstrahler montiert sein.
Wichtig ist, dass die Beleuchtung und vor allem die Rückstrahler sauber gehalten werden, da diese bei Verschmutzung nicht mehr reflektieren.

Zurückstrahlen bringt Sicherheit

Nach vorne und hinten sind RadlerInnen dank leistungsstarker LED Lampen meist gut sichtbar. Seitlich helfen die Katzenaugen an den Speichen und Refelktorbänder an den Reifen für gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr. In Sachen Reflektoren gilt das Sprichwort "Weniger ist mehr" nicht. Darum hat eine namhafte schwedische Automarke einen Reflektorspray entwickelt zum Schutz von RadfahrerInnen und FußgängerInnen. Der farblose "Lack" kann dünn auf das Fahrrad, aber auch auf die Kleidung aufgetragen werden. Bei Tageslicht ist davon nichts zu sehen. Im Dunklen reflektieren aber feine Partikel das Licht von Scheinwerfen und Straßenlaternen. Die reflektierenden Eigenschaften des Sprays soll bis zu einer Woche nach Auftragen an der Oberfläche haften.

Weiterführende Informationen

Sicher durch den Winter radeln
Fahrradhelme für den Winter