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Sonstige Angebote

Richtige Ausführung der Radabstellanlagen

Um Radfahren nachhaltig zu fördern, sind Abstellanlagen von besonderer Bedeutung. Diese sind vor wichtigen Einrichtungen wie Bahnhöfen, öffentlichen Gebäuden oder auch Nahversorgern zu positionieren und sind fahrradfreundlich zu gestalten. RADLand gibt Tipps worauf bei guten Fahrradabstellanlagen zu achten ist.

Radabstellanlage
© Gronard Metallbau GmbH

Radabstellanlagen sollen einfach zu handhaben sein und die dort abgestellten Räder dürfen durch die Nutzung der Vorrichtung nicht beschädigt werden. Zusätzlich muss die Vorrichtung dazu beitragen, das Rad ordnungsgemäß abschließen zu können, damit die Gefahr eines Diebstahls minimiert werden kann. Zugleich muss auch die Vorrichtung selbst vor Demontage sicher sein. Eine deutliche Beschilderung soll zu den Anlagen führen.

Auch das Absperren muss möglich sein

Die Anlagen müssen so installiert werden, dass zumindest der Rahmen und ein Reifen an nicht abmontierbaren Teilen verschlossen werden kann. Darüber hinaus soll die Abstellanlage so konzipiert sein, dass keine Belastungen oder Kräfte, wie z.B. Wind, auf die Räder wirken können. Räder in Vorderradhalter können seitlich kippen und die Felge verbiegen. Auch das Befestigen des Rades über dem Schwerpunkt ist zu empfehlen, damit das Rad beim Beladen ohne zusätzliches Festhalten nicht kippt. Wichtig ist auch der Ort der Vorrichtung – diese darf Vorgänge rund um den Abstellplatz nicht beinträchtigen, damit auch die Fahrräder durch diese nicht beschädigt werden können.

Wetterschutz und Co. für Langzeitparker

Bei Abstellanlagen an z.B. Bahnhöfen, Arbeitsplätzen oder Wohngebieten, wo Räder oft für längere Zeit abgesperrt werden, sollte es eine Überdachung oder Einhausung geben. Dazu ist es nötig für ausreichend Beleuchtung, gute Einsehbarkeit und barrierefreie Erreichbarkeit zu sorgen. Wenn möglich kann auch ein ordnungsgemäßer Witterungsschutz montiert werden. Belebte Stellen als Platzwahl sorgen zusätzlich für Sicherheit vor Diebstählen. Auch Serviceeinrichtungen für Reparaturen oder Gepäcksaufbewahrungen wie Spinde für Helme und Rucksäcke sind für Langzeit-Parker von Vorteil.

Das Platzangebot muss stimmen

Die Abmessungen der Vorrichtungen sollten unbedingt mit den Normgrößen herkömmlicher Fahrräder abgestimmt sein. Diese sind für die Lenkerbreite etwa 60-70 cm, die normale Breite 25 cm (bei Kindersitz oder Korb 45 cm). Die Höhe ist bei einem normalen Fahrrad mit 1 Meter bemessen, mit Kindersitz etwa 1,5 Meter. Die Länge variiert je nach Rad zwischen 1,9 Meter und gut 2 Meter - und 2,35 bis 2,6 Meter im Falle eines Liegerades oder eines Tandems. Das heißt pro Rad hat die Anlage eine Stellflächenbreite von mindestens 0,8 Meter aufzuweisen und auch bei der Länge und Höhe der Vorrichtung muss auf mögliche Spezialfahrräder Rücksicht genommen werden.

Förderungen für Gemeinden und Betriebe

Außerdem fördert Klimaaktiv nun die Radinfrastruktur, darunter auch Fahrradabstellanlagen intensiv. Dazu können Gemeinden, Betriebe und Vereine bis zu 200 Euro lukrieren, in Verbindung mit einer E-Tankstelle für das Elektrofahrrad sogar bis zu 400 Euro.
Nähere Infos dazu auf der Homepage von klimaaktiv und der Umweltförderung

Hier finden Sie einen RADLand Tippkatalog für Abstellanlagen zum Download.