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Dokumentation

RADLakademie: Radfahren im Winter

Rund 25 Prozent der RadfahrerInnen nutzen ihr Rad auch im Winter. In St. Pölten gab es im Winter 2014/2015 neun Eis- bzw. zehn Schneetage. Bei der 1. RADLakademie 2016 konnten die größten Vorurteile, die gemeinhin als Gründe gegen eine Rad-Nutzung im Winter angeführt werden, entkräftet werden.

1. RADLakademie 2016
© eNu

Die Unfallgefahr ist statistisch betrachtet im Winter nicht höher als im Jahresdurchschnitt. Entsprechende Funktionskleidung bietet Schutz gegen Kälte und Wind. Die Betreuung der Radwege durch den Winterdienst sollte von den Gemeinden durchgeführt werden, um mehr Menschen das Radfahren im Winter zu erleichtern.  

Fahrradfahren ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern ist oftmals auch das schnellste und kostengünstigste Verkehrsmittel. Zudem ist das Fahrrad das umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel. 50 Prozent der durchschnittlichen Wegstrecken betragen weniger als fünf Kilometer.

Unfälle im Winter liegen statistisch betrachtet im Jahresdurchschnitt

DI Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit kam in seinen Ausführungen zum Schluss, dass es in den Wintermonaten keine vermehrte Unfallhäufigkeit gibt. In absoluten Zahlen ereignen sich die meistens Unfälle in den Sommermonaten. 88 Prozent der Unfälle passieren auf trockenem Untergrund.

Referat: Radfahrunfallgeschehen im Sommer/Winter –Vergleich

Juristisches Nachspiel: Mitverschulden bei fahrlässigem Verhalten

Mag. Martin Hoffer vom ÖAMTC-Rechtsdienst verwies auf die Straßenverkehrsordnung und die darin geregelten Rechte und Pflichten für RadfahrerInnen. RadfahrerInnen können sich bei mangelnder Beleuchtung am Rad oder der Verzicht auf einen Helm im Schadensfall eines Mitverschuldens strafbar machen. Besonderes Augenmerk sollte die RadfahrerInnen daher auf das Equipment legen. Fahrradhelm, gute Beleuchtung, einwandfreie Bremsen und gut sichtbare Kleidung erhöhen nicht nur im Winter das Unfallrisiko.

Referat: Rechte und Pflichten der Verkehrsteil- nehmerInnen

Falsche Beschilderung sorgt für Missverständnis

DI Christoph Westhauser vom Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung für Gesamtverkehrsangelegenheiten, verwies auf die vielerorts missverständliche Ausweisung „Wintersperre“ bei Radwegen im Winter. Eine Wintersperre muss laut Gesetzt mit dem vollen Textlaut „Wintersperre, Betreten und Befahren auf eigene Gefahr“ verhängt werden. Grundsätzlich sollten die Gemeinden die Radwege im Winter räumen, für geeignete Beleuchtungsverhältnisse sorgen und Radabstellanlagen von Schnee und Eis befreien.

Radfahren kennt keine Jahreszeit mehr

Das Rad ist auch im Winter das schnellste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Wichtig ist auf die richtige Bekleidung zu achten: helle Kleidung, bestückt mit Reflektoren, ist empfehlenswert, um die Sichtbarkeit zu gewährleisten. Beim Bekleiden bietet die „Zwiebeltechnik“ mit funktionellen Materialen den besten Schutz vor Kälte, Nässe und Wind. Mit einem gut gewarteten Rad und unter Beachtung einiger Sicherheitstipps steht dem Radfahren im Winter nichts im Wege. Andreas Grubner von „Der Fahrradkurier“ empfiehlt, dass im Winter ausschließlich die Hinterradbremse verwendet werden sollte. Zudem gilt es vorausschauend zu fahren, um das Unfallrisiko zu minimieren. Denn der Bremsweg verlängert sich bei nasser Fahrbahn analog zu jenem eines Autos.

Referat: Radfahren im Winter

Mit dem nextbike sicher durch den Winter

Die Ausleihzahlen beim Verleihsystem nextbike steigen jährlich kontinuierlich an, insbesondere im Winterbetrieb in St. Pölten, erkennt DI Katharina Peherstorfer, Projektleiterin von nextbike.

Referat: Radfahren im Winter mit dem nextbike