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Dokumentation

Niederösterreich feiert das Radjahr 2015

Mit Hilfe der Initiative „RADLand Niederösterreich“ soll der Radverkehrsanteil in Niederösterreich weiter steigen. Bei der „RADLand-Auszeichnungsfeier“ am 30. Mai 2015 in Melk wurden die Schwerpunkte für das heurige Jahr präsentiert und Vorzeige-Radprojekte in Niederösterreich ausgezeichnet.

RADLandauszeichnungsfeier 2015
© NLK J. Burchart

Ziel ist, den Alltagsradverkehrsanteil bis 2020 in Niederösterreich zu verdoppeln. Dafür investiert Niederösterreich jährlich vier Millionen Euro in den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und setzt mit Hilfe der Initiative ‚RADLand‘ Aktivitäten um, die das Bewusstsein fürs Radln in der Bevölkerung noch verstärken sollen.

2007 hat das Land Niederösterreich die Initiative „RADLand Niederösterreich“ gestartet. Mit ihr werden neben den RADLerInnen vor allem die Gemeinden angesprochen. Sie stellen die Infrastruktur bereit und setzen lokale Initiativen. Das Land unterstützt sie jährlich mit vier Millionen Euro, auch beim Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur und dafür will das Land zwischen 2013 und 2015 15 Millionen Euro in Niederösterreich investieren. Dabei geht es einerseits um die Verbesserung innerörtlicher Radwege, um den Ausbau des Netzes zwischen den Gemeinden, aber auch um den Bau von Radbrücken oder um Pilotprojekte wie das „RADLgrundnetz“. Bei der „RADLand-Auszeichnungsfeier“ am 30. Mai in Melk wurden die wichtigsten Schlüsselprojekte gewürdigt:

Ausgezeichnete Gemeindeprojekte

  • Alland: Radwege entlang der Landesstraße B 210
  • Behamberg: Radweg entlang der Landesstraße L 169, der den Radverkehr im Ramingtal sicherer und attraktiver macht
  • Ebergassing: Radweg entlang der Landesstraße L 156 Gramatneusiedl; durch die Errichtung und Erweiterung der Fahrradwege in und um Ebergassing-Wienerherberg ist Ebergassing zu einer echten RADLergemeinde geworden
  • Enzersdorf a. d. Fischa: Radweg entlang der Landesstraße B 160, geplant ist eine Radverbindung von Fischamend über Enzersdorf bis nach Götzendorf, der Abschnitt Fischamend – Enzersdorf wurde 2014 eröffnet
  • Heiligenkreuz: Radweg entlang der Landesstraße L130
  • Neidling: Radweg entlang der Landesstraße L 5122, ein familienfreundlicher Radweg abseits der stark befahrenen Landesstraße der Neidling mit St. Pölten verbindet
  • Seitenstetten: Radweg entlang der Landesstraße L 88, Radverbindung zwischen Seitenstetten und Waidhofen an der Ybbs – Trefflingtal
  • St. Peter in der Au: der neue Radweg entlang der B122 führt auch durch das Naherholungsgebiet „Burgholz“
  • Trautmannsdorf a. d. Leitha: Radweg entlang der Landesstraße L 2048 bzw. B 10

„RADLgrundnetz“ weiter ausgebaut

Mit dem Ziel, die hochwertige Radinfrastruktur in Niederösterreich zu fördern und regionale Radrouten für den Alltagsradverkehr zu etablieren, startete das Land Niederösterreich vor zwei Jahren das Projekt „RADLgrundnetz“. „Beim ‚RADLgrundnetz‘ geht es darum, eine sichere Radinfrastruktur zu schaffen statt teurer Radwege. Ein attraktives, zusammenhängendes RADLgrundnetz macht Alltagsziele wie Bahnhöfe, Ortszentren oder Wirtschaftsparks sicher mit dem Rad erreichbar und das unter Einbindung bestehender Radrouten. Derzeit stehen drei weitere „RADLgrundnetze“ - Region Marchfeld, Region Schwechat und Region St. Pölten und Umland - vor dem Abschluss.

Aktivitäten im Radjahr 2015

In Niederösterreich verbessern sich die Bedingungen für Radfahrer und Radfahrerinnen laufend. Grund dafür sind die langjährige Förderung des Radverkehrs und der Ausbau der Radinfrastruktur. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in den Gemeinden, Bildungseinrichtungen und der Bevölkerung tragen ihren Teil dazu bei.

Die Initiative „RADLand Niederösterreich“ zeichnet Vorzeigeprojekte aus und ruft Wettbewerbe ins Leben, um mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern. Nach der Aktion „(N)Österreich Radelt zur Arbeit“, die bereits im Mai stattgefunden hat, gehört „Wir radeln in die Kirche“ am 20. September 2015 zu den großen Veranstaltungen im heurigen Radjahr. Zudem finden im Rahmen der RADLakademie regelmäßig Schulungen für ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen statt, die nächste am 24. Juni 2015 zum Thema Radfahren und Gesundheit.