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Nachlese: RADLakademie - Beschilderung von Radwegen

Das Radwegeleitsystem bundesweit zu vereinheitlichen, ist nach wie vor eine große Herausforderung. Auf Landesebene orientieren sich Niederösterreichs Radverantwortliche am Beschilderungskonzept. Fakt ist, Beschilderungen sind auch im Zeitalter zunehmender Digitalisierung eine sehr wichtige Orientierungshilfe für Radfahrende.

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© K. Peherstorfer, eNu

Das Radwegeleitsystem bundesweit zu vereinheitlichen, ist nach wie vor eine große Herausforderung. Auf Landesebene orientieren sich Niederösterreichs Radverantwortliche am Beschilderungskonzept, das Ende 2014 verabschiedet wurde. Fakt ist, Beschilderungen sind auch im Zeitalter zunehmender Digitalisierung eine sehr wichtige Orientierungshilfe für Radfahrende. Eine hilfreiche Radwegweisung erfüllt die Vorschriften der RVS, kommuniziert schlüssig Informationen und ist gut sichtbar positioniert. Sinnvoll ist es, Verantwortliche zu bestimmen, die sich um Wartung und Erhaltung kümmern. Vier Vorträge, die viel Diskussionsstoff boten. 

Orientierung im Schilderwald

Seit Jahren gibt es Bestrebungen die Ausführung von Radwegeschildern zu vereinheitlichen. Bei der 3. RADLakademie 2016 wurden Beispiele aus Niederösterreich, Tirol und der Schweiz vorgestellt. Nichts ist verwirrender als ein unübersichtlicher Schilder-Wald. Sowohl Alltags-Radfahrende als auch Radreisende orientieren sich zu dreiviertel an Hinweistafeln und Wegweisern. Daher bleiben Beschilderungen ein aktuelles Thema, die zielsicher entlang gut ausgebauter Radwege navigieren sollen.

Beschilderung ist planerische Aufgabe

Alltagsradler und Radausflügler haben unterschiedliche Bedürfnisse, aber beide Zielgruppen möchten sicher ans Ziel kommen und dabei zeitraubende Irrfahrten vermeiden. Ein durchdachtes Radwege-Leitsystem, das zu einer guten Radwegeinfrastruktur  dazu gehört, kann dem vorbeugen. Um alle relevanten Inhalte auf den Hinweisschildern richtig abzubilden, macht es Sinn, die Erstellung eines Leitkonzeptes einem Planungsbüro zu übergeben.

Am Wichtigsten ist eine einheitliche und verständliche Kennzeichnung der Radrouten in einer lesbaren Schriftgröße, vorgegebener Farbkennzeichnung und eine gut sichtbare Positionierung. Zur Orientierung sind Entfernungsangaben zu Nah- und Fernzielen hilfreich, digitale Inhalte per QR-Code, Routennummer und diverse Logos können optional hinzugefügt werden. Bei der Erstellung der Radwegweisungen ist darauf zu achten, dass die digitalen und analogen Informationen ident sind.

Guter Rat: Verantwortliche für Wartung und Erhaltung festlegen

In Niederösterreich obliegt die Wartung den Gemeinden, in Tirol können auch Erhaltungsvereine oder bezirksweise Verantwortliche mit der Aufgabe betraut werden. In Tirol ist die Bestimmung eines Erhalters sogar Voraussetzung für die Auszahlung einer Förderung. Zu den Aufgaben des Erhalters gehören auch das Entfernen überflüssiger und alter Beschilderungen, sowie das Ersetzen beschädigter bzw. abgängiger Hinweisschilder. Aus Erfahrung müssen ca. 10% der Radwegweiser jährlich erneuert werden.

Vorzeigemodell Schweiz.mobil

Das Vorzeigemodell Schweiz.mobil, eine Plattform für alle Langsamverkehrs-Angebote in der Schweiz, verfolgt eine eigene Systematik. Jedes Angebot ist durch zugewiesene Farbgebung wieder erkennbar, die diversen Routen sind nummeriert und können mit Mobilitätspiktogrammen kombiniert werden. So wird das gesamte Langsamverkehrsangebot einheitlich kommuniziert.

In Niederösterreich wird zwischen Alltagsradrouten und touristischen Hauptradrouten unterschieden, die farblich unterschiedlich beschildert werden. Die touristischen Radrouten werden mit grünen Tafeln und weißer Schrift betafelt, während die Alltagsradrouten mit weißen Hinweisschildern und grüner Schrift gekennzeichnet werden. Die grüne Hintergrundfarbe steht für eine bestimmte Radwegequalität.

Präsentationen zum Nachlesen

Touristische Radrouten - Beschilderung in Niederösterreich; Dr. Syliva Gleitsmann, Radkoordinatorin, Niederösterreich-Werbung GmbH

Das Tiroler Radwanderwege-Leitsystem; Othmar Knoflach, SG Verkehrsplanung, Amt der Tiroler Landesregierung

Das Schweizer Radwegbeschilderungsssystem; Mag. Julia Beckel, Radlobby - Radtourismus

Richtlinien für Radleitsysteme; Michael Praschl, mipra