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Das war der große e-Transportrad-Test von RADLand NÖ

14 Gemeinden testeten jeweils einen Monat lang zwei e-Lastenräder von RADLand Niederösterreich. In den meisten Gemeinden wurden die Räder auch der Bevölkerung kostenlos zum Verleih angeboten. Jetzt liegen die Testergebnisse vor. Die Rückmeldungen waren in erster Linie sehr positiv und das Interesse groß.

e-Transportrad, Regina Engelbrecht
© eNu, Engelbrecht

Die Transporträder erhielten in den Testgemeinden zumeist große Aufmerksamkeit, da viele Bürgerinnen und Bürger durch den Test zum ersten Mal mit solchen Fahrzeugen in Kontakt kamen. Die gelben Transportwunder waren jedenfalls ein echter Hingucker und wurden mit großem Interesse bestaunt.

14 Gemeinden testeten 2018 ein RADLand e-Transportrad

Die Räder tourten dabei durch 14 Gemeinden in vier Hauptregionen Niederösterreichs. Sie kamen sowohl in größeren Städten mit über 20.000 EinwohnerInnen als auch kleineren Gemeinden mit 3.000 bis 4.000 EinwohnerInnen zum Einsatz.

Die Häufigkeit der Nutzung war in den Gemeinden sehr unterschiedlich. In manchen Gemeinden waren die Räder komplett ausgebucht und wurden täglich genutzt, in anderen waren sie eher selten im Einsatz. Die Gründe dafür sind noch nicht vollständig analysiert, jedenfalls gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Gemeindegröße und der Anzahl der Testfahrten.

Die Räder wurden jedenfalls auf Herz und Nieren getestet und für vielfältige Zwecke intensiv genutzt. Insgesamt wurden mit beiden e-Transporträdern rund 1.600 Kilometer zurückgelegt. Die Testräder wurden in den Gemeinden zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Am häufigsten wurden sie für Kindertransporte, Einkäufe, Kleintransporte und Familienausflüge genutzt, in einzelnen Gemeinden auch für dienstliche Zwecke (z.B. Botenfahrten, Lieferdienste).

Zwei unterschiedliche Testräder im Einsatz - ein klarer Gewinner

Für den Testlauf kamen zwei unterschiedliche Räder zum Einsatz - ein einspuriges und ein zweispuriges Modell. Beide Räder waren mit einem e-Motor ausgestattet, so dass auch längere Distanzen und Steigungen mit schwerer Beladung kein Hindernis darstellten. Die verfügbare Reichweite der e-Bikes war mit 60 bis 80 Kilometern jedenfalls mehr als ausreichend. Die Räder weisen hohe Transportlasten bis zu 80 Kilogramm auf und können Standard-Eurobehälter mit den Maßen 60 x 40 cm problemlos aufnehmen. Auch der Kindertransport von bis zu zwei Kindern ist mit beiden Rädern dank Sitzbank und Gurten sicher möglich - Radhelm vorausgesetzt.

Aus den Rückmeldungen des Tests geht klar hervor, dass das einspurige Modell deutlich besser angenommen wurde, als das mehrspurige Modell. Das einspurige Rad wurde häufiger genutzt und wurde auf Grund des Fahrverhaltens von den meisten Personen präferiert. Es ist wendiger, einfacher zu lenken, schmäler und auch von größeren Personen optimal zu nutzen.

Fazit

Die Räder haben sich jedenfalls als echte Transportalternativen zum Auto bewährt und vielen TestfahrerInnen neue Perspektiven für umweltfreundliche und kostengünstige Transportfahrten eröffnet.

Zwei Gemeinden haben sich durch den Test bereits für den Kauf eines Lastenrades entschieden, eine Familie hat unmittelbar nach dem Test ein solches Rad für sich angeschafft. Einige weitere Gemeinden haben außerdem das Interesse an einer dauerhaften Verleihmöglichkeit bekundet.

Außerdem haben viele weitere Gemeinden ihr Interesse für eine Testmöglichkeit angemeldet. Da die Anzahl an Voranmeldungen so groß war, konnten leider heuer nicht alle Gemeinden bei dem Test mitmachen. Es wird daher im RADLand Niederösterreich an neuen Umsetzungsideen und Angeboten für die kommenden Jahre gearbeitet.

Förderungen für Transporträder

klimaaktiv mobil fördert die Anschaffung von Elektro-Transporträdern mit maximal 500 Euro pro Rad (davon 250 Euro Händlerbonus). Die Förderung wird für Gemeinden, Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätigen Organisationen bereitgestellt. Es können auch Vereine und konfessionelle Einrichtungen einreichen.

Außerdem fördern die Städte Baden bei Wien und Bruck an der Leitha den Ankauf von Transporträdern für Privatpersonen.


Haben Sie weiteres Interesse an dem Thema?

Die erste RADLakademie in diesem Jahr widmete sich ebenfalls dem Thema Transportrad. Anwendungsbeispiele von Lastenrädern wie Bike-Sharing, Botendienste oder Essen auf Rädern wurden vorgestellt: Zum Nachlesen

Weiterführende Informationen finden Sie außerdem in der Broschüre "Transportwunder Fahrrad" des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Bei weiteren Fragen zum Thema stehen wir Ihnen gerne per E-Mail unter radland@enu.at zur Verfügung.

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