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Rad & Öffis

Das Faltrad - eine Überlegung wert

Sagen Sie niemals „Klapprad“ zu einem der kultigen Falträder! Es handelt sich dabei nicht um „klapprige“ Campingspielzeuge, sondern um hochqualitative technische Meisterwerke mit genialen Faltmechanismen, guten Fahreigenschaften und voller Alltagstauglichkeit.

Faltrad
© R. Burger

Die Faltradhersteller treiben die technische Entwicklung seit über zwei Jahrzehnten voran und haben nicht nur ausgereifte Modelle sondern erfreuen sich auch eines hohen Prestigewertes.

Eines ist jedenfalls sicher: Wer einmal auf das Faltrad gekommen ist, möchte es nicht mehr missen.

Vor allem schlägt man mit dem Faltrad gleich zwei große Fliegen mit einer Klappe:

  • Das zusammengefaltete Rad kann in einer Schutzhülle kostenlos in Bus und Bahn mitgenommen werden. Es ist keine Fahrrad-Platzreservierung nötig, und keine Mitreisenden werden durch das „Radpackerl“ behindert.
  • Das Faltrad kann überall mit hinein genommen werden – ins Büro, ins Geschäft, in die Wohnung. Diebstahl- und Vandalismusgefahr sind dadurch gebannt, was für viele Radlerinnen und Radler eine große Beruhigung bedeutet.
     

Falträder lassen sich außerdem in Schließfächern (ab 60x60x30cm) verstauen. Beispielsweise könnten in Bahnhöfen, Universitäten oder Amtsgebäuden platzsparend solche Schließfächer angeboten werden – zumindest für diejenigen, die das Faltrad nicht ohnehin überall hin mitnehmen. Natürlich hat ein Faltrad auch in jedem noch so kleinen Autokofferraum Platz – zumeist sogar die Falträder einer ganzen Familie. Vielleicht entsteht so eine neue Mobilitätsversion im Sinne von „Park & Bike“. Man bleibt mit dem (Elektro-)Auto am Stadtrand stehen, entfaltet sein Radl und tritt ab dort in die Pedale. Parken kann das Fahrrad dann einen Meter neben dem Bürosessel.

Qualitäts-Falträder bewegen sich in der Preisklasse von rund 500 bis 1.500 Euro. Bei billigeren Modellen muss man meist Abstriche beim Faltkomfort und Zugaben beim Gewicht machen. Für alle, die sich nicht zwischen einem Elektrorad und einem Faltrad entscheiden können, gibt es übrigens auch Elektro-Falträder ab 1.000 Euro aufwärts.

Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf hat das Faltrad getestet: „Gute Ideen für maßgeschneiderte Mobilitätslösungen sind heute besonders gefragt. Das Faltrad ist ein hervorragender Ansatz für eine kombinierte Mobilität im Sinne des Umweltverbundes und stellt gerade im urbanen Raum ein besonders attraktives Verkehrsmittel dar. Außerdem macht es wirklich viel Spaß damit zu fahren.“
 

Aufklappen und losfahren!

Kurz ein Blick in die Entstehungsgeschichte: Der Brite William Grout hat im Jahr 1878 das Klapprad erfunden und patentiert. Damals war das Klapprad jedoch ein Hochrad, welches im Laufe der Jahre weiterentwickelt wurde. 1896 wurde das „Faun“ gebaut, quasi die Urform des heutigen Faltrades. Es handelt sich dabei um ein Sicherheitsrad, dessen Rahmen in der Mitte um eine senkrechte Achse gefaltet werden kann. Im 20. Jahrhundert zeigte das europäische Militär großes Interesse an den Klapprädern. Zum Einsatz kamen diese bei Fallschirmspringern sowie bei Laufsoldaten.

Welcher Faltrad-Typ sind Sie?

Der Einsatz von Falträdern ist vielfältig. Daher wird vor dem Kauf empfohlen, den Einsatzbereich zu definieren, also ob z.B. ein Faltrad für den täglichen Alltagsgebrauch gesucht wird (auch zur Mitnahme in Öffentlichen Verkehrsmitteln), das Faltrad gerne im Auto- bzw. Campingwagen mit dabei ist oder dieses für sportliche Freizeitzwecke genutzt wird. Wichtige Fragen, die es im Vorfeld zu klären gilt, sind: Wie oft will man fahren bzw. falten? Muss man das Rad weitere Strecken tragen? Fährt man in der Ebene oder durchaus auch steilere Strecken?

Welche Leistung zu welchem Preis?

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung sind sicherlich die Kosten. Die Einstiegspreise von namhaften Marken-Falträdern liegen bei ca. 500 Euro, sehr gute Modelle gibt es um rund 1.000 Euro, nach oben sind dann kaum Grenzen gesetzt.

Preisgünstige Falträder haben oftmals ein höheres Gewicht bzw. Faltmechanismen, die mehr Geschick und Zeit erfordern. Falträder der gehobenen Klasse verfügen über Schnellspanner und praktische Schließmechanismen. Die Preisunterschiede liegen natürlich auch im Detail, sprich in der Ausstattung, mit der das Rad angeboten wird (mit oder ohne Licht, Gang-Schaltung, höhenverstellbare Lenkung, Ständer, Aufbewahrungstasche etc.).

Linktipps:

www.faltraeder.com (umfassender Überblick über das Faltrad-Angebot)  
www.dasfaltrad.at
www.das-faltrad.de
www.fahrrad.co.at