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200 Jahre Fahrrad – vom Hirngespenst zum Alltagsgegenstand und Kultobjekt

Die Fahrradgeschichte! Die Erfolgsgeschichte des Fahrrades ist lange und doch schnell erzählt.

Logo 200 Jahre Freiland
© Radlobby Österreich

Schon im Mittelalter wurden Fahrzeuge entwickelt, die mit Muskelkraft fortbewegt wurden. Einerseits der Rollstuhl für Invaliden und andererseits Gartenwägen mit denen die Herrschaften von Lakaien durch die Parks bewegt wurden, um Pferdemist im Garten zu vermeiden.

Aber erst die Hungersnot durch einen Ernteausfall 1817 und dem damit verbundenen großen Pferdesterben machte die Entwicklung des Fahrrades als individuelles Fortbewegungsmittel möglich. Herr Drais aus Mannheim entwickelte daraufhin das Laufrad, wodurch man schneller als ein Fußgänger und weniger erschöpft als ein Läufer am Ziel ankam (Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 15 km/h). Durch das Aufkommen und dem Ausbau der Eisenbahn verschwand aber das Interesse am Laufrad wieder.

1866 entwickelten zeitgleich zwei Franzosen ein Fahrrad bei dem das größere Vorderrad direkt mit Pedalen angetrieben wurde. 1868 führte die Erfindung des „Speichenrades“ zu größeren Antriebsrädern – das Hochrad war erfunden. Auf Grund vieler Stürze und vor allem der schweren Kopfverletzungen, wurde das Hochrad vielerorts verboten.

Das brachte 1877 einen Engländer dazu ein „Niederrad“ mit Kettenhinterradantrieb zu konstruieren. Bis 1890 wurden der Rahmen und die Raddurchmesser an die bis heute üblichen Rhombusrahmen weiterentwickelt.

Den Durchbruch schaffte das Fahrrad als erstes massentaugliches Individualverkehrsmittel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als das Fahrrad für die Arbeiter erschwinglich wurde, die damit infolge der Industrialisierung längere Arbeitswege zurücklegen konnten.

Das Fahrrad war somit Fortbewegungsmittel und Lastentransportmittel zugleich. In den 1960/ 70-iger Jahren wurde das Auto für die breite Bevölkerung leistbar und das Fahrrad als Individualverkehrsmittel wurde somit fast völlig verdrängt.

Heute erlebt das Fahrrad wieder eine Renaissance. Es gilt als umweltschonendes, gesundheitsbewusstes Fortbewegungsmittel mit vielen Einsatzmöglichkeiten – vom Alltagsrad, Sportrad bis hin zum Lastenrad und mit dem e-Bike ist auch der Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft!

Link:

www.radlobby.at/200jahre

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