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Dokumentation

2. Radlakademie 2015 „Mit dem E-Bike auf Alltagswegen unterwegs“

„Mit dem E-Bike auf Alltagsstrecken unterwegs“ war das Thema der 2. RADLakademie in Amstetten. Rund 20 TeilnehmerInnen haben sich am 6. Mai im eNu Büro in Amstetten über das Potential des E-Bikes als Alltagsverkehrsmittel informiert.

Radausflug mit E-Bikes und Rädern
© R. Gottwald-Hofer, eNu

Das Potential von E-Bikes im Pendeleinsatz

In Niederösterreich sind 40% der PKW Wege unter 5 Kilometer. Ein Viertel aller werktägigen Wege sind Arbeitswege, die zu 67% mit dem PKW zurückgelegt werden. Rund die Hälfte der PendlerInnen haben einen täglichen Pendelweg von unter 10 Kilometer. Hier liegt aus Sicht von DI Schuster von der HERRY Consulting das Potential der Pedelecs. Diverse Studien und Forschungsprojekte, wie das „e-park&drive“ Projekt oder das Projekt „e-pendler in nö“ sollen dieses Potential prüfen und fördern.

Der Verkauf von E-Bikes ist stark steigend. Mittlerweile radlet jung bis alt mit dem E-bike. Laut DI Waltraud Wagner vom KfV sind aber die HauptnutzerInnen in der Altergruppe 45+ anzusiedeln. Die meisten Unfälle mit E-Bikes treten in der Altersgruppe 60+ auf. Hier werden oft die höhere Geschwindigkeit und das durch den Motor und Gewicht verursachte ungewohnte Fahrverhalten unterschätzt.

Herr Rainer Aichinger von der Firma „E-mobility“ stellte in seinem Referat die verschiedenen Arten der E-Bikes und vor allem die Vorzüge der Pedelecs im täglichen Einsatz vor.

Fast täglich fährt DI Franz Angerer ca. 10 Kilometer mit dem E-Bike zu seinem Arbeitsplatz nach St. Pölten. Seine positiven Erfahrungen schilderte er sehr persönlich und anschaulich.

Das verkehrspolitische Potential von e-Bikes und aktuelle Hemmschwellen

Das E-Bike ist beliebter denn je. Sein Erfolg verdankt das Pedelec einerseits den stetig gesunkenen Anschaffungskosten und div. Startförderungen, aber vor allem seiner ausgereiften Technologie, die das Fahrrad zu einem schnellen, flexiblen Verkehrsmittel macht, das auch neue Zielgruppen auf das Fahrrad brachte – 1. Generation waren eher ältere Personen.

Verkehrspolitisches Potential liegt vor allem:

  • Optimal in Städten
  • Geringer Platzverbrauch gegenüber einem PKW (1:8)
  • Geringe Kosten und minimalem Stromverbrauch
  • Mittlere Distanzen können erreicht werden (ca. 15 km)
  • Umweltwirkung ist sehr hoch (0,3 m2 PV Fläche = 1 Jahr = 5.000 Kilometer)
  • Gesundheitseffekt (+ 8 Jahre)

Laut einer Studie des BMVIT liegen die Hemmschwellen für die Nutzung eines E-Bikes am hohen Preis, Angst vor Diebstahl, hohem Gewicht und der „Angst“ unsportlich zu sein.

Mag. Gerald Franz, Projektleiter von RADLand NÖ, sieht das Pedelec am besten Weg. Das Image vom Oma-Gefährt ist weg. Das Produktangebot von E-Bikes ist vielfältig – es ist für jeden Typ das Passende dabei. Das verkehrspolitische Verlagerungspotential ist sehr hoch. Die Verdrängung vom normalen Rad ist eher gering. Die Substitution von PKWs durch das E-Bike ist wünschenswert - gerade im Pendelverkehr.

Referate zum Download

Das Potential von E-Bikes im Pendeleinatz - DI Markus Schuster

Das E-Bike im Alltagsgebrauch von jung und alt - Sicherheitsdebatten udn verkehrsplanerische Maßnahmensetzung - DI Waltraud Wagner

Technische Rahmenbedingungen der E-Bikes "von heute" und Potential im Verkherssystem der Zukunft - Rainer Aichinger

Praxiseinatz meines E-Bikes auf täglichen (Arbeits-)wegen - eine persönliche Beobachtung - DI Franz Angerer

Das verkehrspolitische Potential von E-Bikes und aktuelle Hemmschwellen - Mag. Gerald Franz

Die 3. RADLakademie zum Thema "Rad & Gesundheit" findet am 10. Juni in Zwettl statt.