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Dokumentation

Zeit für eine Begegnung

Um ein Miteinander von Fußverkehr und Radverkehr, Ansätze zur Lösung möglicher Konflikte und bewusstseinsbildende Maßnahmen ging es am 27. August bei der zweiten RADLakademie 2014 in Mödling.

Radlakadmie Nutzungskonflikte
© M. Maxian

Miteinander zwischen Fuß- und Radverkehr

Zur Erreichung der Energie- und Klimaziele ist es notwendig, den Pkw-Verkehr zu reduzieren, das öffentliche Verkehrsnetz weiter auszubauen und den Rad- und Fußverkehr zu fördern. Schon zwei Drittel der RadfahrerInnen in Niederösterreich radeln heute Strecken, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Das ergibt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Verkehrsclub Österreich. Jeder bzw. jede Zweite möchte außerdem heuer noch öfters in die Pedale treten. Eine erfreuliche Entwicklung. Wichtig ist allerdings, dass der Radverkehr den Fußverkehr nicht verdrängt. Um Konflikte zwischen den beiden Gruppen zu vermeiden, müssen Defizite in der Infrastruktur und potenzielle Gefahrenstellen aufgezeigt und verbessert werden.

Geht es nach Dr. Alberto Castro von der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften, dann lösen eine vermehrte Inanspruchnahme öffentlichen Raums durch den motorisierten Individualverkehr, infrastrukturelle Hindernisse für Fuß- und Radverkehr und Unsicherheit bei den VerkehrsteilnehmerInnen Konflikte zwischen den beiden verkehrsteilnehmenden Gruppen aus.
Ass. Prof. DI Dr. Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur stellte bei der RADLakademie in Mödling Beispiele von Infrastrukturtypen vor, die seiner Ansicht nach für die gemeinsame Nutzung der beiden VerkehrsteilnehmerInnen notwendig sind. Außerdem widmete er sich in seinem Vortrag auch dem Rad- und Fußverkehr in Fußgängerzonen.
Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit bot den BesucherInnen der RADLakademie einen Überblick über die Ziele und Wirkungen von Begegnungszonen und widmete sich auch den rechtlichen Rahmenbedingungen und technische Richtlinien, die Gemeinden bei der Umsetzung beachten müssen.

Bewertungsinstrumente für Gemeinde

Mit dem „Begegnungszonen Check“ lieferte DI Paul Burgstaller vom Architekturbüro bad.architects.group GemeindevertreterInnen ein Instrument, dass sie bei der Entscheidung, ob und wo Begegnungszonen in der Gemeinde sinnvoll umgesetzt werden können, unterstützen soll.
DIin Martina Strasser von Walk.Space präsentierte mit dem „FußgängerInnen Check“ einen ähnlichen Ansatz. Der „FußgängerInnen Check“ will gewährleisten, dass den Bedürfnissen von FußgängerInnen bei der Entwicklung und Umsetzung von Begegnungszonen Rechnung getragen wird und Fußgänger- sowie Radverkehr in Begegnungszonen sicher nebeneinander existieren können.

Download

Begegnungszonenchecks für Gemeinden, Arch. DI. Paul Burgstaller, BAD

Welche Konflikte entstehen zwischen Rad- und Fußverkehr? Dr. Alberto Castro

Verträglichkeit FussgängerInnen - RadfahrerInnen,  Ass. Prof. DI Dr. Michael Meschik

Begegnungszonen – Vor- & Nachteile, Klaus Robatsch

FußgängerInnen gute Lösungen & ein gutes Miteinander, Begegnung im Alltagsverkehr, DIin Martina Strasser

Letzte Aktualisierung: 19.08.2016